Cloud Storage FUSE

Dieses Dokument bietet einen Überblick über Cloud Storage FUSE, einen FUSE-Adapter, mit dem Sie Cloud Storage-Buckets als lokale Dateisysteme bereitstellen und aufrufen können. Damit können Anwendungen Objekte in Ihrem Bucket mit der Standardsemantik des Dateisystems lesen und schreiben.

In dieser Dokumentation wird sich durchgängig auf die aktuelle Version von Cloud Storage FUSE bezogen. Weitere Informationen zur aktuellen Version finden Sie unter Cloud Storage FUSE auf GitHub.

Cloud Storage FUSE ist ein von Google unterstütztes Open-Source-Produkt. Cloud Storage FUSE verwendet FUSE und Cloud Storage APIs, um Buckets transparent als lokal bereitgestellte Ordner in Ihrem Dateisystem verfügbar zu machen.

Wenn Sie Cloud Storage FUSE verwenden möchten, installieren Sie zunächst das Cloud Storage FUSE-Paket auf einem Computer mit kompatiblem Betriebssystem wie Linux oder einem Windows-Subsystem für Linux. Dann richten Sie die entsprechende Google Cloud -Authentifizierung und die Berechtigungen ein und führen anschließend den Befehl gcsfuse aus, um einen bestimmten Cloud Storage-Bucket in einem lokalen Verzeichnis bereitzustellen.

Cloud Storage FUSE ist in andere Google Cloud -Dienste eingebunden. Mit dem Cloud Storage FUSE-CSI-Treiber können Sie beispielsweise die API von Google Kubernetes Engine (GKE) verwenden, um Buckets als Volumes zu nutzen. Damit können Sie aus Ihren Kubernetes-Pods heraus in Cloud Storage lesen und schreiben. Weitere Informationen zu anderen Einbindungen finden Sie unter Einbindungen.

So funktioniert Cloud Storage FUSE

Cloud Storage FUSE übersetzt Objektspeichernamen in eine verzeichnisähnliche Struktur. Dabei wird der Schrägstrich (/) in Objektnamen als Trennzeichen für Verzeichnisse interpretiert. Objekte mit demselben Präfix werden als Dateien im selben Verzeichnis behandelt, sodass Anwendungen mit dem bereitgestellten Bucket genau wie mit einem Dateisystem interagieren können. Objekte können mithilfe des hierarchischen Namespace auch in einer logischen Dateisystemstruktur organisiert werden. So können Sie Objekte in Ordnern organisieren.

Cloud Storage FUSE kann überall ausgeführt werden, wo eine Verbindung zu Cloud Storage besteht, auch in Google Kubernetes Engine, Compute Engine-VMs und lokalen Systemen.

Cloud Storage FUSE für maschinelles Lernen

Cloud Storage FUSE eignet sich besonders für Anwendungsfälle, in denen Cloud Storage die passende Leistung und Skalierbarkeit für Anwendungen bietet, die Dateisystemsemantik erfordern. Cloud Storage FUSE ist beispielsweise nützlich für Projekte im Bereich maschinelles Lernen (ML), da es eine Möglichkeit bietet, Daten, Modelle, Prüfpunkte und Logs direkt in Cloud Storage zu speichern. Weitere Informationen zu Cloud Storage FUSE für ML-Arbeitslasten.

Cloud Storage FUSE wird häufig von Entwicklern verwendet, die ML-Trainings- und -Modelldaten als Objekte in Cloud Storage speichern und darauf zugreifen möchten. Cloud Storage FUSE bietet für die Entwicklung von ML-Projekten mehrere Vorteile:

  • Mit Cloud Storage FUSE können Sie Cloud Storage-Buckets als lokales Dateisystem bereitstellen, damit Ihre Anwendungen mit der Standardsemantik des Dateisystems auf Trainings- und Modelldaten zugreifen können. Dadurch sparen Sie die Kosten für das Neuschreiben oder Refaktorieren des Anwendungscodes, wenn Sie ML-Daten mit Cloud Storage speichern.